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WALKING THE EDIT
Ein Forschungsprojekt im Rahmen des Masterstudiengangs Film an der ECAL

Projektleiter: Ulrich Fischer (ECAL)
Gesamtbetreuung: Thomas Isler (ZHdK), Lionel Baier (ECAL), José-Michel Buhler (HEAD)

Synopsis
Das Projekt verbindet das Kino mit dem Gebiet der neuen Medien und experimentiert mit den möglichen Verbindungen zwischen einer audiovisuellen Datenbank einerseits und einem Spaziergang durch einen realen urbanen Raum andererseits, mit dem Ziel, automatisch ein Filmobjekt mit narrativen Eigenschaften zu generieren.  

Ziel des Projekts
Aus den vielfältigen, von der räumlichen Logik bestimmten Montage-Möglichkeiten soll ein – jeweils einmaliges – filmisches Objekt entstehen, das weder den Prinzipien der klassischen Narration folgt, noch rein sensorisch aufgebaut ist. Vielmehr ist das Resultat eine filmische Interpretation des in einem urbanen Raum zurückgelegten Weges, überlagert von einer thematischen ‚Schicht’: eine Reihe kausaler Verknüpfungen, die von den thematisch geordneten, mit einzelnen Orten der Stadt assoziierten Inhalten der Datenbank bestimmt werden. Der Zuschauer geht ein Stück weit Montage-Arbeit mit (indem er durch die Stadt läuft – ohne ihn kann es keinen Film geben) und hat somit ein Verhältnis zum Ergebnis, das er bei sich zu Hause sehen und manipulieren kann.
Im Laufe der Forschungsetappen sollen die Möglichkeiten und Grenzen dieses interaktiven Dispositivs ausgelotet werden. Der Zuschauer / Benutzer sollte in der Lage sein, die Resultate zu verstehen, zu geniessen und zu beurteilen.

Arbeitshypothese
Das Projekt geht von der Arbeitshypothese aus, dass aus dem Weg des Besuchers durch einen realen Raum – in Verbindung mit dessen thematischer Repräsentation in einer audiovisuellen Datenbank – eine lineare Logik entsteht, die sich interpretieren und in ein filmisches Objekt transformieren lässt.

Schlüsselbegriffe
Datenbank ; Film-Generator ; Benutzerinterface-Design ; Open Source ; Urbaner Raum ; partizipative Prozesse ; Kartografie ; GPS-Technologie

Aktueller Stand des Projekts
Das Projekt wurde bewilligt und die erste Phase läuft von Januar bis Juli 2008. Nach Auswertung der entsprechenden Resultate startet die zweite Phase im Oktober 2008 und dauert bis Juli 2009. Die Ergebnisse sollen im Rahmen eines Festivals oder einer separaten Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

 

Hintergrund und Fragestellung