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«REDEN ÜBER FILM» AN DEN SOLOTHURNER FILMTAGEN 2012

Dienstag, 24. Januar 2012   [Diskussion online hören]

KOPRODUKTIONEN: WIE VIELE KÖCHE VERDERBEN DEN BREI?

Die begrenzten Mittel für die Filmproduktion in der Schweiz machen es für grössere Projekte notwendig, Koproduktionen einzugehen. In den letzten Jahren wurden zudem vermehrt von verschiedener Seite – vom Bund und auch von der Branche – Koproduktionen gefördert oder gar explizit gefordert. Was aber bedeuten diese veränderten Produktionsbedingungen für die Filme auf inhaltlicher und ästhetischer Ebene? Wie beeinflussen Koproduktionsbedingungen und -partner die künstlerische Freiheit der FilmautorInnen, die Stoffe und die Geschichten – und was heisst das letztlich auch für die Identität des Schweizer Filmschaffens? Wann und inwiefern schaffen Koproduktionen fruchtbare Konditionen, die eine anregende Öffnung bewirken, und wo bedeuten sie Einschränkungen, wo müssen sich künstlerische Ideen den Produktionsbedingungen unterordnen oder anpassen? Und wie sieht es in der umgekehrten Richtung aus: Inwiefern ist die Schweiz heute für ausländische Filmschaffende als Koproduktionspartnerin interessant? Über die konkreten Veränderungen in der heutigen Filmlandschaft, den Einfluss der Produktionsbedingungen von Koproduktionen auf die Inhalte und die Ästhetik von Spiel- und Dokumentarfilmen sprechen Schweizer Produzenten und Regisseure mit unterschiedlichen Erfahrungen in diesem Bereich. 

Teilnehmende/Gäste

Marcel Hoehn, Produzent T&C Filmproduktion (u.a. «Beresina», «Giulias Verschwinden», «The Guantanomo Trap»), langjähriges Mitglied der Eidgenössischen Filmkommission 

Christian Davi, Filmemacher und Produzent der Produktionsfirma Hugofilm, die Koproduktionen mit Deutschland und Österreich realisiert hat («Tannöd», «Pepperminta»)

Tiziana Soudani, Produzentin Amka Film («Corpo Celeste», Koproduktion Schweiz-Italien-Frankreich 2011)

Werner «Swiss» Schweizer, langjähriges Mitglied der BAK-Film-Ausschusskommission Dokumentarfilm, Produzent Dschoint Ventschr und Regisseur mit Koproduktionserfahrung 

Vadim Jendreyko, Regisseur und Produzent der Mira Film GmbH, die als Koproduktion u.a. «Die Frau mit den 5 Elefanten» (2009) und «Kossakowskys Antipoden» (Arbeitstitel, 2012) realisiert hat. 

 

Moderation 


Bettina Spoerri, Filmkritikerin NZZ, Redaktorin CINEMA-Jahrbuch 

Diskussion französisch-deutsch, mit Simultanübersetzung

Eine Veranstaltung organisiert von der Redaktion des Filmjahrbuch CINEMA in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Cinema CH und den Solothurner Filmtagen