FD

Katharina Klung


Migration und Grenze in diffundierenden Bild- und Erzählformeln – Ein transnationaler Dialog der Filmkulturen

Abstract


Das transnationale Zirkulieren filmischer Bilder und Bildformeln impliziert eine bisher in dieser Form nur wenig untersuchte Perspektivenverlagerung. Bekannt ist, dass nationale Filmlandschaften nicht mehr als in sich geschlossene Entitäten, sondern vielmehr als transkulturelle und transnationale Artikulationen verhandelt werden. Das Projekt untersucht nun diffundierende sowie dialogisierende Bilder und Bildformeln anhand von Filmen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien sowie der Schweiz von den achtziger Jahren bis heute.
Untersucht wird dabei nicht nur die Wanderung und der Dialog der Bilder über nationalstaatliche, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg, sondern auch die sich aus der Migration selbst konstituierende Blickwanderung innerhalb transkultureller Räume. Aus einer globalen Diffusion der Bilder entstehen somit (Denk-)Bilder von Flucht, Wanderung und Migration. Innerhalb dieser Betrachtungen kommt im Projekt dem filmischen Raum ein entscheidender Bedeutungsschwerpunkt zu. Der Film zeigt den Raum nicht als etwas absolut Seiendes, sondern vielmehr als einen genuinen Transformationsraum. Das Projekt geht demzufolge der Frage nach, wie sich die Darstellung transnationaler Migrationsräume im Film über die Grenzen ihrer Produktionsländer hinweg konstituiert.

Curriculum Vitae


Studium der Erziehungswissenschaft und Medienwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2006-2007 medienpädagogische Tätigkeit in der Medienwerkstatt der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM). Magister 2009 mit einer Abschlussarbeit zur soziologischen, filmischen sowie erziehungswissenschaftlichen Raumbetrachtung der französischen Banlieues mit dem Schwerpunkt der Dialektik von Zentrum und Peripherie. Sommersemester 2009 Lehrauftrag am Lehrstuhl für Geschichte und Ästhetik der Medien der FSU Jena.